Kinder und Jugendliche schreiben über Südamerika und Straßenkinder

Klasse 4d 

Burgschule Meßstetten (Schuljahr 1999/2000)

 

Klasse 8 

Ignaz-Demeter Hauptschule, Albstadt Lautlingen 
(Schuljahr 1999/2000)

 

Aus der Schülerzeitung "Pupil-le - die beliebteste
Schülerzeitung am PGT"
 
(Progymnasium Albstadt-Tailfingen)

 

Hinweis der Jardin del Eden - Redaktion:
Die Beiträge geben die Meinung der jeweiligen Verfasser und nicht unbedingt die der Jardin del Eden-Redaktion wieder. 

 

Klasse 4d

Burgschule Meßstetten

Schülerinnen und Schüler der Klasse 4d haben sich mehrere Wochen mit dem Thema Kinder in Südamerika beschäftigt. Sie haben dabei verschiedene Kinder in Südamerika kennen gelernt, das Buch Pedro und die Bettler von Cartagena von Ursula Hassler gelesen und einige Szenen daraus als Rollenspiel dargestellt.

Die Schülerinnen und Schüler haben in dieser Zeit Berichte über das Kinderheim, über Straßenkinder in Südamerika, sowie Abenteuergeschichten von Straßenkindern verfasst.

In dieser Zeit haben die Kinder zusammen mit ihren Eltern viel Zeit investiert, um Bastelarbeiten herzustellen, die sie Anfang Dezember 1999 auf dem Weihnachtsmarkt in Meßstetten verkauft haben. Der Erlös von 2000 DM kam den Kindern des Kinderheims Jardín del Edén zu Gute.

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Die Berichte der Kinder

Berichte über das Kinderheim

Arnoldo - ein Straßenkind aus Cartagena

Abenteuergeschichten von Straßenkinder

Fragen und Antworten zum Thema Kinder in Südamerika

Südamerika-Quiz

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Berichte über das Kinderheim

Kinderheim Jardín del Edén in Ecuador

ü   Das Kinderheim wurde im Jahr 1989 gegründet. Es mussten Kinder mit ihren Vätern im Gefängnis leben.. Roborto kam auf die Idee ein Kinderheim zu bilden.

ü   Zunächst lebten sie in einem Hühnerstall. Allerdings ohne Hühner. Das Dach war ein Blechdach. Das Land spendete jeden Tag 50 Pfennig pro Kind. Die Kinder konnten in die Schule gehen.

ü   Am Nachmittag gab es Mittagessen. Danach machten sie die Hausaufgaben. Jeder musste pro Tag eine Stunde arbeiten. Dann konnten sie spielen.

ü   Seit 1992 spendeten deutsche Menschen Geld und man konnte das Kinderheim ausbauen.

ü   Inzwischen sind es 35 Kinder. Es gibt auch eine Schreinerei und viele weitere Häuser. Dies alles war nur durch die vielen Spenden möglich.  

geschrieben von Adrian Eppler

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Das Kinderheim

Im Kinderheim Jardín del Edén leben Kinder die auf der Straße gelebt haben und Kinder, die bei ihrem Vater im Gefängnis gelebt haben.

Der älteste ist Juan. Er ist 20 Jahre alt. Er studiert zur Zeit Medizin.

Pablo lernt zur Zeit Schreiner. Er übt oft in der Schreinerei neben dem Kinderheim. Die Kinder haben einen Schulweg er dauert ungefähr 20 Minuten. Sie brauchen eine spezielle Kleidung in der sie zur Schule gehen.

von Nicola Arnold

   

 Die Geschichte von Juan

Bevor Juan ins Kinderheim kam arbeitete er auf der Straße. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden. Seine Eltern hatten kein Geld, sie waren arm. Juan hatte Probleme mit den Beinen. Er merkte, dass es sehr weh tat. Juan musste sofort ins Krankenhaus. Seine Eltern machten große Schulden, damit er ins Krankenhaus konnte.

Später musste Juan erneut ins Krankenhaus. Aber diesmal ging es nicht. Die Nägel in seinem Bein taten weh. Seine Eltern setzten ihn einfach beim Doktor ab und verschwanden. Als der Doktor ihn entdeckte operierte er ihn sofort. Zwei Jahre blieb Juan im Krankenhaus, weil ihn niemand abholte. Dann fand er im Kinderheim ein neues Zuhause.

von Kevin Eha

 

 

Das Kinderheim Jardín del Edén

Das Kinderheim wird hauptsächlich durch Spenden finanziert. Die meisten Spenden kommen aus dem Zollernalbkreis. Der Staat Ecuador ist praktisch bankrott und hat deshalb kein Geld für soziale Einrichtungen.

Vom Kinderheim werden 35 Kinder und Jugendliche betreut. Ein Jugendlicher lebt nicht mehr im Heim und studiert Medizin.

Zum Kinderheim gehört eine Schreinerei. Die Kinder bekommen außer einer Schulbildung auch noch eine Ausbildung.

von Martin Sauter  

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Das Kinderheim Jardín del Edén

Das Kinderheim wurde 1989 von Roberto Altamirano gegründet. Am Anfang waren 15 Kinder im Kinderheim. Seit 1992 wird das Kinderheim von Deutschland (hauptsächlich: Baden-Württemberg) unterstützt.

Im Kinderheim leben Kinder, die misshandelt wurden oder auf der Straße lebten. Sie haben dort ein Dach über dem Kopf, Essen und Unterstützung.

von Benedikt Beuttler

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Das Kinderheim Jardín del Edén

Das Kinderheim war als erstes ein Hühnerstall. Es wurde langsam immer größer. Am Anfang lebten nur wenige Kinder im Kinderheim.  Die Geburtstage wurden an einem Tag im Jahr zusammen gefeiert. Es gab für alle einen Kuchen. Später gab es für jeden der Geburtstag hatte ein Brötchen mehr als sonst. Heute gibt es für jeden einen eigenen Kuchen.

 

Die Kinder können im Kinderheim spielen, lernen und vieles mehr. Sie müssen alle mithelfen. Jeder hat seinen Dienst. Alle Kinder bekommen eine Schulausbildung, danach eine Berufsausbildung. Sie bekommen aber vor allem Essen und ein Bett. 

von Janina Schlecht

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Arnoldo – ein Straßenkind aus Cartagena

Arnoldo und seine Bande trennten sich an einem Morgen um Arbeit zu suchen in Cartagena. Auf dem Markt fand Arnoldo schließlich eine Arbeit. Er musste an einem Gemüsestand die Kisten schleppen, um das Geld für die nächsten Tage zu verdienen. Wenn Arnoldo keine Arbeit hat wird geklaut.

 

Ab und zu trägt er Touristen ihr Reisegepäck ins Hotel. Die Reisenden geben ihm auch etwas Trinkgeld. Manchmal bettelt Arnoldo am Straßenrand die Leute an. Er muss ja Geld zusammenbringen, dass er seine Bande mit Essen versorgen kann.

Am Nachmittag trifft sich Arnoldo im Park mit seiner Bande. Wenn er viel Geld verdient hat, gibt er den anderen einen Teil ab.

 

Am Abend wird gemeinsam ein Versteck gesucht. Sie wohnen zum Beispiel unter einer Brücke. Ein besserer Unterschlupf war für ein Straßenkind nicht vorhanden. In Cartagena ist es nachts warm und man muss nicht frieren.

Arnoldo kann nur zwei Tage mit seiner Bande am gleichen Ort bleiben, damit sie nicht entdeckt und überfallen werden.

 

Die Polizei ist ihr größter Feind.

von Robert Zahner

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Abenteuergeschichten von Straßenkinder

Der tödliche Schlafplatz

Angelo

Kurz vor dem Tod

Die Flucht!

Ein Abenteuer der Straßenkinder

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Der tödliche Schlafplatz

Das Straßenkind Francesco ist neuen Jahre alt und lebt mit seiner Bande auf den Straßen von Rio de Janeiro. Zusammen kämpfen alle jeden Tag ums Überleben, nämlich etwas zum Essen organisieren und einen Platz zum Schlafen suchen.

Am Morgen trennen sich die Bande. Francesco geht zum Marktplatz und versucht dort Arbeit zu finden. Er sieht ein Lastwagen und ein paar Männer und fragt, ob er mitarbeiten kann. Der Mann sagt: „Ja, Unterstützung können wir gut gebrauchen, denn wir müssen den Zeitplan strengstens einhalten. Der Lastwagen muss nachher auch noch beladen werden.“

Francesco schleppt den ganzen Vormittag schwere Kisten, für ihn eigentlich viel zu schwere Kisten. Sein Rücken schmerzt und seine Arme sind lahm, aber der Lohn für seine Arbeit ist heute gut. Francesco hat so viel Geld bekommen, dass er und noch mindestens drei Bandenmitglieder, davon satt werden.

Am Mittag trifft sich die Straßenkinderbande im Park. Sie legen ihr Geld zusammen. Heute haben sie ausnahmsweise so viel Geld, dass die ganze Bande zwei Tage davon satt werden wird. Von der einen Hälfte von dem Geld kauft ein Bandenmitglied sofort etwas zu Essen. Die Andere Hälfte nimmt der Bandenchef Tonio zum Verwalten an sich.

Beim Essen besprechen sie, wo sie den Rest des Tages verbringen wollen. Die Bande wird sich nicht einig, deshalb bleiben sie den ganzen Nachmittag im Park, lungern herum und betteln Leute an.

Als es dunkel wird sucht sich die Bande wieder einen Schlafplatz. Dieses Mal finden sie ihre Schlafplätze in einigen, noch nicht belegten, Außennischen von einer alten, großen Kirche. Sie legen sich zu zweit oder zu dritt in eine Nische zum Schlafen.

Um Mitternacht schreckt Francesco aus dem Schlaf auf. Er hört Schüsse. Francesco sieht wie eine Polizeitruppe von ungefähr zehn Mann wahllos auf die schlafende Kinder schießt. Er rennt sofort weg und findet ein Versteck hinter einem Haus. Francesco sieht aus seinem Versteck noch andere Kinder wegrennen. Er sieht wie ein fliehendes Kind auf der Straße zusammenbricht. Jetzt springen die Polizisten wieder in ihre Autos und rasen davon. Er und auch die andere Kinder, die sich versteckt haben, bleiben noch eine Weile in ihren Verstecken.

Vorsichtig und voller Angst kommen Francesco und alle anderen Kinder nach und nach aus ihren Verstecken hervor. Sie sehen nach, was die Polizeitruppe gemacht hat. Sie stellen fest, dass, das auf der Straße zusammengebrochene Kind, tot ist. In einer Nische finden die verstörten Straßenkinder noch zwei totgeschossene Kinder. Es sind zwei Kinder aus Francescos Bande. Sehr traurig stehen Francesco und die anderen Bandenmitglieder eine Weile vor den toten Kameraden. Keiner weiß was sie tun sollen. Kein Erwachsener kommt und hilft. Es sieht aus, als ob niemand bemerkt hätte, was hier passiert ist!

Alle zusammen gehen, ohne dass gesprochen wird, einfach von diesem grausamen Platz fort. Sie wissen noch nicht wohin sie gehen wollen. Alle wollen nur einfach weg, weit weg!

Francesco sieht immer noch seine toten Kumpels vor sich. Er bekommt plötzlich eine riesige Wut. Je weiter er weg ist von diesem Platz, desto größer wird seine Wut. Er hat eine Wut auf die ganze Welt. Er will seine Wut wieder los sein. Er denkt: „Ich werde ab heute nicht mehr arbeiten, ich werde nur noch stehlen. Ich besorge mir ein großes Messer und wenn es sein muss, werde ich jeden, der mich am Stehlen hindert, damit bedrohen und zustechen. Ich will nicht mehr arm sein. Ich will viel Geld, egal wie ich dazu komme!“

von Martin Sauter  

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Angelo

       In Brasilia , der Hauptstadt von Brasilien, lebt Angelo. Angelo ist ein Straßenkind.  Er arbeitet auf dem Markt, denn er muss sich sein Geld selber verdienen. Seine Eltern sind nämlich tot. Er schläft in einem Karton, den er in einer Ruine versteckt hat.

Manchmal verdient Angelo so viel Geld, dass er sich ein Brot kaufen kann. Oft aber reicht es nicht. Er muss aufpassen, dass ihn die Polizei nicht erwischt . Schon mal hat ein Polizist ihn geschlagen. Er hat davon Narben. Eines Tages geht er wieder zum Markt. Er denkt sich nichts dabei  Doch was ist das? Da steht doch ein großer Stand, der noch nie da war. Der Mann der hinter dem Stand steht winkt Angelo zu.   Er geht vorsichtig auf den Mann zu.

 Der lacht ihn an: „Komm her, du kannst bei mir arbeiten. 5 DM  am Tag.“ Angelo überlegt:  „Dafür kann ich mir ein Brot und eine Flasche Wasser kaufen!“ „O. k.”, sagt er.  Der Mann lacht höhnisch. Er meint: „Wenn du die 10 Bananenkisten dort hin trägst bekommst du erst einmal eine Pause. Danach kommen die 50 Kiwikisten  dran. Wenn du das geschafft hast kommen die Mangos dran. Die guten in die rechte Kiste, die schlechten in die linke Kiste.“

Angelo macht sich an die Arbeit.  Als er fertig ist und das Geld verlangt, schnappt der Mann ihn. Angelo  erkennt erst jetzt, dass das der Mann ist, der ihn geschlagen hat . Er versucht zu entkommen, aber vergeblich. Doch jetzt schafft er es. Er rennt weg. Wohin weiß er selber nicht . Der Polizist versucht ihm hinter her zu rennen. Doch er wird festgehalten von einer Gruppe, die kontrolliert ob die Kinderrechte eingehalten werden. Der Mann wird ins Gefängnis gebracht. Und Angelo hat noch mal Glück gehabt!

von Janina Schlecht

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Kurz vor dem Tod

An einem Donnerstag Morgen unter einer Brücke, lagen vier Straßenkinder. Einer von ihnen hieß Arnoldo. Er war zwölf Jahre alt. Wie jeden Morgen musste Arnoldo auf den Markt und Arbeit suchen. Dieses mal hatte er Glück, denn er hat Arbeit gefunden. Er musste zehn Stunden schwere Kisten schleppen. Die Kisten musste er von Haus Nummer 81 bis Haus Nummer 110 schleppen. Plötzlich packte ihn ein schwarzer Mann an der Schulter. Arnoldo erschrak fürchterlich und lies die Kisten fallen. Der Mann schleppte Arnoldo in den Park wo er und seine Freunde sich immer treffen. Der Mann führte ihn zum Bach. Er sagt: „Hier sprichst du deinen letzten Satz.“ Arnoldo machte einen Blick nach hinten. Arnoldos Freunde waren dort. Sie rannten auf den Mann zu und schuckten ihn ins Wasser. Und so konnte Arnoldo weiter arbeiten.

  geschrieben von Benedikt Beuttler    

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Die Flucht!

Als Arnoldos Freunde mal wieder geschnüffelt haben kam plötzlich die Polizei und wollte sie fangen. Die Kinder fingen an zu rennen, die Polizei rannte ihnen nach. Andre hatte am meisten geschnüffelt, daher wurde ihm schlecht. Arnoldo bemerkte das und rief den anderen zu: "Wir müssen uns trennen. Versucht die Polizisten auf euch zu lenken, damit ich Andre in Sicherheit bringen kann." Also rannte einer in die eine und der andere in die andere Richtung. Andre und Arnoldo versteckten sich unbemerkt. Die Polizisten rannten den beiden anderen nach. So konnte sich Arnoldo und sein Freund ausruhen. Als es Andre wieder besser ging krochen sie vorsichtig aus ihrem Versteck heraus und gingen in den Park. Dort warteten die beiden anderen schon. Voller Stolz erzählten sie wie sie die Polizisten abgehängt haben.

Von Daniela Potocki

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Ein Abenteuer der Straßenkinder

An einem schönen sonnigen Morgen liefen die Straßenkinder durch den Park. Da trafen sie Touristenkinder. Jeder von ihnen hatte ein Eis. Auch sie hätten gerne ein Eis gehabt. Aber sie hatten kein Geld. Sie liefen in ihr Versteck unter der Brücke. Dort tüftelten sie einen Plan aus. Weil sie kein Geld hatten wollten sie einem Touristen die Geldbörse stehlen. Aber es klappte nicht, denn er bemerkte es und schrie den Kindern nach: „Ich hole die Polizei!“.

Sie versuchten es ein zweites Mal. Diesmal jedoch lenkte eines der Straßenkinder den Touristen ab und der andere nahm die Geldbörse. Jetzt hatten sie es geschafft. Sie kauften sich ein Eis von dem gestohlenen Geld und setzten sich auf die Bank im Park.

Von Kevin Eha  

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Fragen und Antworten zum Thema Kinder in Südamerika

 

Gehen die Kinder in Südamerika regelmäßig in die Schule?

ð     Nein. Es gibt viele Kinder, vor allem auf dem Land, die noch nie in der Schule waren, weil die Schulen entweder zu weit entfernt sind und keine Busse fahren oder sie zu Hause zur Mithilfe gebraucht werden.

 

Gibt es viele arme Kinder in Südamerika?

ð     Ja, in Südamerika gibt es wenige sehr reiche Menschen und viele arme Menschen. Wenn die Eltern arm sind, sind auch die Kinder arm.

 

Ist Kinderarbeit in Südamerika erlaubt?

ð     In den meisten Ländern ist Kinderarbeit nicht erlaubt. Auf dem Land brauchen die Eltern die Kinder aber zur Mithilfe, auch für schwere Arbeiten. Manchmal werden die Kinder, wenn die Eltern sie nicht mehr ernähren können, sogar verkauft und wie Sklaven behandelt.

 

Ist die Gesundheitsvorsorge gut?

ð     Nein. Jede Behandlung muss selbst bezahlt werden und ist sehr teuer, im Verhältnis zu den Einkünften gesehen.

 

Sterben viele Kinder in Südamerika?

ð     Ja, die Kinder bekommen durch verschmutztes Wasser und schlechte Ernährung Krankheiten und weil es keine Ärzte gibt oder sie zu teuer sind werden die Kinder nicht behandelt und sterben deshalb auch oft.

  Von Martin Sauter  

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Südamerika-Quiz

1. Seit wann gibt es das Kinderheim Jardín del Edén in Ecuador?

a) Seit 10 Jahren

b) Seit 1992

c) Seit diesem Jahr

 Antwort

2. Warum geht es dem Kinderheim besser?

a) Weil sie viel Geld von der Regierung in Ecuador erhalten.

b) Weil sie Spenden aus Deutschland erhalten.

c) Weil die Kinder in der Schreinerei so viel Geld verdienen.

 Antwort

3. Wie viele Kinder leben jetzt im Kinderheim?

a) 15 Kinder

b) 20 Kinder

c) 35 Kinder

Antwort

4.  Wie groß ist Brasilien?

a) So groß wie Deutschland?

b) Etwas größer als Europa?

c) So groß wie Südamerika?

Antwort

5. Wie heißt die Hauptstadt von Brasilien?

a) Sao Paolo

b) Rio de Janeiro

c) Brasilia

Antwort

 

6.  Welche bei uns bekannten Nahrungsmittel stammen aus Südamerika?

a) Mais

b) Kartoffeln

c) Reis

 Antwort

 

7.  Wie heißt der längste Fluss in Südamerika?

a) Mississippi

b) Nil

c) Amazonas

 Antwort

 

8.  Wie viele Kinder gehen in Ecuador in die weiterführende Schule? (ab Klasse 7)

a) jeder zweite

b) einer von drei

c) jeder vierte

  Antwort

Antworten:

1.    a) Das Kinderheim wurde 1989 gegründet. Es gibt es seit 10 Jahren.

2.     b) Weil sie Spenden aus Deutschland erhalten.

3    c) 35 Kinder leben im Kinderheim

4.      b) Brasilien ist etwas größer als Europa.

5.      c) Die Hauptstadt von Brasilien heißt Brasilia.

6.      a) und b) Mais und Kartoffeln stammen aus Südamerika.

7.      c) Der längste Fluss Südamerikas ist der Amazonas.

8.      c) Nur jedes vierte Kind geht in eine weiterführende Schule.

Zu den Quizfragen

Fragen von Sascha Wizemann

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Klasse 8

Ignaz-Demeter Hauptschule Albstadt Lautlingen

Im evangelischen Religionsunterricht der Klasse 8 und 9 haben sich die Schülerinnen und Schüler mit der interaktiven CD-ROM "Straßenkinder in Südamerika" beschäftigt. 

Dabei haben einige Schülerinnen und Schüler fiktive Briefe an ein Kind oder einen Jugendlichen im Kinderheim Jardín del Edén geschrieben. Andere haben sich in die Rolle eines Kindes oder Jugendlichen des Kinderheims hineinversetzt und einen Brief an die Schülerinnen und Schüler der Religionsgruppe formuliert.

Für die Jugendlichen war es wichtig, nicht nur über dieses Thema zu reden, sondern auch zu Handeln. Aus diesem Grund werden sie am Elternsprechtag eine kleine Ausstellung organisieren und im Computerraum eine CD-ROM zum Thema "Straßenkinder in Südamerika" vorstellen. Mit dieser Aktion soll das Kinderheim unterstützt werden. 

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Briefe der Schülerinnen und Schüler 

der Hauptschule Albstadt-Lautlingen

 

Liebe Schüler der Klasse 9 der Hauptschule in Lautlingen!

Ich heiße Renzo und bin 18 Jahre alt. Ich besuche die 10. Klasse einer weiterführenden Schule. Später will ich einmal Fußballprofi werden.

Das Kinderheim, in dem ich viele Jahre gewohnt habe, hat mir geholfen, meine Träume zu verwirklichen.

Ich bin froh, dass ich eine Schule besuchen kann und eine gesicherte Zukunft vor mir habe. Früher lebte ich auf der Straße, war sehr aggressiv und habe oft Streit mit anderen Kindern und Jugendlichen gehabt.

Seit ich im Kinderheim lebe, brauche ich mich nicht mehr zu streiten.

Ich bin froh, dass ich einen Platz im Kinderheim gefunden habe.

Hier möchte ich meinen Brief beenden und grüße Euch alle ganz herzlich.

Renzo

(geschrieben von Matthias Häßler) 

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Liebe Schülerinnen und Schüler der Klasse 9!

Ich heiße Renzo und lebe in Ecuador im Kinderheim „Jardin del Eden“. Früher war mein Vater arbeitslos und saß im Gefängnis, unsere Mutter lebte mit uns (Pablo, Timeteo und mir) auf der Straße und verdiente als Prostituierte ihr Geld. Ich war damals sehr aggressiv, wahrscheinlich weil wir eben obdachlos waren und verprügelte Kinder die jünger, älter oder meines Alters waren. Auch eine billige Droge, die man hier überall bekommt, nahm ich und ich beklaute auch jemanden, wenn wir schon fast verhungert waren.

Nun heute hat sich mein Leben verbessert, ich muss nicht mehr Hunger leiden und in der Kälte auf den Straßen schlafe. Jetzt bin ich 18 Jahre alt und besuche die 10. Klasse der weiterführenden Schule und will mal Fußballprofi werden. Meine zwei Brüder besuchen auch Schulen. Wir sind sehr dankbar, dass das Kinderheim „Jardin del Eden“ meine Familie und mich aufnahmen und uns ein neues Leben schenkten.

  Gruß Renzo

(geschrieben von Swetlana Spitz)

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Hallo Pablo!

Wie geht's dir? Wie ist es wenn man auf der Straße lebt, ist es so schlimm wie alle Leute immer sagen oder ist es nach vielen Jahren nicht mehr so schlimm?

Unsere Klasse machen am Elternsprechtag einen kleinen Stand mit einer Spendenkasse für den „Jardin del Eden". Viele Informationsplakate werden aufgehängt und in unserem Computerraum kann man eine Informations-CD-ROM begutachten. So hoffen wir, viel Geld für Euch zusammen zu bekommen.
Warst du schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt und musstest deshalb vor Gericht? Hast du noch Kontakt zu deinen Eltern? Oder hasst du sie, weil sie dich im Stich gelassen haben? Wie heißen deine Freunde? Hast du viele Freunde und eine Freundin? Ich habe nicht sehr viele Freunde und einen Freund habe ich auch nicht.

Ich weis nicht, wie es ist, wenn man auf der Straße leben muss, den ich wohne in einem schönen Haus.

 Tschüs, wir grüßen Dich!

       Stefanie Oehrle und Axel Strahler

 

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Lieber Timoteo!

Wie geht es Dir den so? Mir geht es soweit gut. Wie lebt es sich so im Kinderheim?

Ich lebe in Albstadt-Laufen, einem kleinen Ort, in einem schönen Haus. Meine Mama arbeitet als Putzfrau. Mein Papa arbeitet in einem Büro und sitzt den ganzen Tag am Computer. Mein Bruder heißt Patrick und arbeitet im gleichen Geschäft wie mein Vater und macht eine Ausbildung zum Elektroinstallateur.

Ich bin in der Hauptschule in der Klasse 8. Meine Kumpels sind echt klasse drauf.

Was machst Du sonst noch den ganzen Tag außer lernen? Ich spiele sehr gern Fußball und spiele jetzt schon etwa 8 Jahre. Ich finde Fußball echt cool. Hast Du auch irgendwelche Hobbys?

Als ich die Artikel auf der CD-ROM über Dich las, war ich erst einmal geschockt. Ich finde es doof, dass so viele Kinder auf der Straße leben müssen, weil ihre Eltern kein Geld haben oder einfach nicht mehr wollen. Am schlimmsten finde ich, wie viele Kinder qualvoll an harter Arbeit sterben, verhungern oder sonstige Dinge. Ich finde das echt grausam.

Viele Grüße sendet Dir

Angela Roth aus Albstadt-Laufen

 PS: Ich würde mich freuen, wenn Du mir zurück schreibst.

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Hallo Pablo!

Ich heiße Claudia und lebe in Albstadt, eine kleine Stadt in Deutschland.

Ich habe auf einer CD-ROM über (ehemalige) Straßenkinder etwas von Dir gelesen und finde es cool von Dir, dass Du, wenn Du mit der Ausbildung fertig bist, anderen Dein Wissen weiter geben willst!

Hoffentlich gelingt es Dir und Du kannst Deinen Traum verwirklichen und vielleicht auch dafür sorgen, dass weniger Kinder auf der Straße leiden müssen.

Kann sein, ich nerv Dich mit meinem Brief, aber ich finde es einfach toll, dass Du ein neues Leben begonnen hast, im Kinderheim meine ich.

Ich würde mich freuen, wenn Du mir schreiben oder mailen würdest.

Ciao

        Claudia Koch

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"Pupil-le - die beliebteste Schülerzeitung 
am PGT"

- Progymnasium Albstadt-Tailfingen
Sommer 2000

von Hannah Tomczyk ( Klasse 9a)

Unser Weihnachtsbazar

Auch im vergangenen Jahr trafen sich wieder Eltern, Schüler und Lehrer im PGT, um sich die vielfältigen Angebote von Kuchen, Plätzchen und Getränken schmecken zu lassen und anschließend einige musikalische Darbietungen zu genießen.

Ein Lob an unsere Bäcker und Köche: es scheint wirklich allen Besuchern sehr gut geschmeckt zu haben! Denn wie sonst, als wegen Verzückung über die fantastischen Leckereien, wäre es zu erklären, dass sich kaum noch jemand dafür zu interessieren schien, wo der Erlös der Bazars - ca. 4000 DM - überhaupt hinfloss? Es wurde ein extra Abend veranstaltet, an dem der im Frühling verstorbene Herr Günther, ein Mitarbeiter des Jardín del Edén, einigen spärlichen Anwesenden erklärte, wofür sie gespendet hatten. Warum gab es da nicht mehr Interesse? Es kann nicht daran gelegen haben, dass es keiner wusste. Die Veranstaltung war von der SMV ausreichend publik gemacht worden. Also war es den meisten wohl einfach egal, was aus ihrem Geld wurde. Schade eigentlich. Ich finde, es hat sich gelohnt, hinzugehen.

Falls es doch noch jemanden geben sollte, der gerne mehr über den Jardín del Edén erfahren würde, hier die Informationen des Abends kurz zusammengefasst:

Der Weg auf die Straße

Für die Mehrheit der Leute in Ecuador ist das Leben unvergleichbar härter als das unsere hier in Deutschland. Die Arbeitslosigkeitsrate ist hoch und wer eine Arbeit hat, hat damit oft noch lange nicht genug Geld um seine Familie ohne Probleme ernähren zu können.

Deshalb werden viele Kinder schon sehr früh zum Arbeiten geschickt. Das bedeutet, sie gehen morgens in die Stadt und suchen sich Gelegenheitsarbeiten wie Schuhputzer, Lumpensammler, Lastenträger, Bettler, Drogenverkäufer oder Prostituierte. Aber diese Arbeiten bringen natürlich auch nicht viel Geld ein. Die Familien bleiben arm. Dadurch kommt es dazu, dass die verzweifelten Eltern es an der Liebe und Aufmerksamkeit, die sie ihren Kindern eigentlich schuldig wären, fehlen lassen. Auch körperliche Misshandlungen und sexueller Machtmissbrauch sind keine Ausnahme.

Irgendwann wird das vielen Kindern zu viel, sie sehen an anderen, dass das Leben nur auf der Straße auch möglich ist und nehmen Abschied vom Elternhaus.

Straßenkinder

Doch dieses Leben ist auch nicht einfach. Alleine hat man sowieso kaum eine Chance, und auch in Gruppen ist es schwer, jeden Tag etwas zu Essen aufzutreiben.

Die Kinder ziehen morgens alleine los um sich eine Arbeit für den Tag zu suchen. Diese Arbeiten sind dieselben wie die, die sie verrichteten als sie noch bei ihren Eltern lebten.

Wer einmal viel verdient hat, gibt denen ab, die keine Arbeit fanden. So wird auch er selbst von anderen etwas bekommen, wenn er einmal nichts hat. Von dem Geld wird Essen gekauft, aber auch Drogen, die für Momente den harten Überlebenskampf vergessen lassen. Der Schlafplatz wird sehr oft gewechselt, denn andere Banden und die Polizei sollten nicht wissen, wo sich die Kinder gerade aufhalten. Gerade von der Polizei geht eine große Gefahr aus. Allein in den letzten drei Jahren wurden in Brasilien etwa 7000 Straßenkinder brutal ermordet. Die Morde tragen die Handschrift der Polizei.

Aber nicht nur die momentane Situation der Kinder ist schlecht. Das vielleicht Schlimmste ist, dass sie überhaupt keine Zukunftsaussichten haben. Welchen Beruf kann ein Mensch ergreifen, der nie zur Schule gegangen ist, nichts gelernt hat außer kleine Hilfsarbeiten zu verrichten, und der dazu - wie die meisten Straßenkinder und -jugendliche -  noch drogenabhängig ist? Es ist eine schwarze Zukunft, die diese Kinder vor sich sehen.

Jardín del Edén

Roberto Altamirano und Anita Constante gründeten 1989 das Kinderheim, das damals aus einem notdürftig hergerichteten Hühnerstall bestand. Das Ziel, das sie damit erreichen wollten, war nicht nur die Linderung der momentanen Situation einiger Kinder, sondern vor Allem auch die Schaffung einer Zukunftsperspektive, durch die ein Ausbruch aus dem Armutskreislauf ermöglicht werden kann.

Was die Kinder dort bekommen, ist ein Dach über dem Kopf, Essen, medizinische Versorgung, eine Schul- und Berufsausbildung, die Geborgenheit ihrer neuen Familie und eine wirkliche Zunkunftsperspektive!

Vor allem durch Spendengelder war es in den letzten Jahren möglich, zu den anfangs 15 Kindern noch 20 zusätzliche aufzunehmen. Es wurden neue Wohngebäude und eine Schreinerwerkstatt errichtet, in der die Kinder eine handwerkliche Ausbildung bekommen können. Ein neuer Wassertank wurde gebaut, dank dem nun die Trinkwasserversorgung gesichert ist. Einige Kinder können auf eine weiterführende Schule gehen und der 21jährige Juan hat ein Medizinstudium begonnen.

Dem Jardín del Edén ist es zu verdanken, dass aus Straßenkindern ohne wirkliche Hoffnungen und Erwartungen an die Zukunft Menschen wurden, die gute Aussichten auf ein glückliches Leben haben!

Aber das war nur durch das Engagement vieler Menschen hier in Deutschland möglich!

Damit die Versorgung der Kinder aufrechterhalten werden kann und, im Laufe der Zeit, auch noch mehr Kinder aufgenommen werden können, ist das Kinderheim auf Spenden angewiesen.

Ihr könnt durch Geldspenden helfen, aber auch durch Unterstützung mit spanischen Büchern, gebrauchten Maschinen, Werkzeugen, aussortierten Computern (v.a. Laptops), Spielzeug etc.

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