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Pedro und die Bettler von Cartagena

Ein Theaterstück der Klasse 4d

Die Klasse 4d hat in den Wochen vor Weihnachten das Jugendbuch von Ursula Hasler "Pedro und die Bettler von Cartagena" gelesen. Um den Inhalt des Buches zu begleitend und zu vertiefen haben die Schüler und Schülerinnen in dieser Zeit intensiv mit der bei MISEREOR veröffentlichen entwicklungspolitischen Literaturkartei gearbeitet. Literaturkartei "Pedro und die Bettler von Cartagena"

Literaturkartei Pedro und die Bettler von Cartagena

von Michael Günther und Martin Thomas

19,50 DM  - Best.-Nr. 529899 

MISEREOR Vertrieb 

Postfach 1450- 52015 Aachen

www.misereor.de

Eine Aufgabe dieser Kartei war die Entwicklung eines Rollenspiel zu entscheidenden Szenen des Buches. Eine Gruppe Schülerinnen haben daraufhin die Dialoge zu zwei Kapiteln zusammen geschrieben, die Szenen eingeübt und ihren Eltern an der Weihnachtsfeier vorgespielt. Damit die Eltern die gespielten Szenen besser verstehen konnten haben sie die restlichen Kapitel kurz zusammengefasst und deren Inhalt vorgetragen.

 

Übersicht

Bilder vom Rollenspiel

Zusammenfassung Kapitel 1-5

Szene 1: Der schlimmste Tag

Zusammenfassung Kapitel 7-14

Szene 2: Bei Gericht

Zusammenfassung Ende des Buches

 

 


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Bilder des Rollenspiels

 

Pedro sagt als Zeuge vor Gericht aus.

Daniela und Janina lesen die Zusammenfassungen des Buches vor.

 

 

 


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Zusammenfassung Kapitel 1-5

von Janina Schlecht

Das Buch „Pedro und die Bettler von Cartagena“ spielt in Cartagena, einer Stadt in Kolumbien. Es erzählt von Pedro und seiner kleinen Schwester Juanita, die nicht laufen kann. Sie kann deshalb nicht laufen, weil Manuel de los Diabolos ihr schon mehrfach das Bein gebrochen hat. Manuel de los Diabolos ist der sogenannte „Bettlerkönig“. Er hat viele Baracken, in denen Bettler leben. Pedro und Juanita leben in einer dieser Baracken. Sie betteln jeden Tag für Manu Diabolo.

 Es gibt auch noch eine junge Frau, die mit ihnen in der Baracke wohnt. Sie heißt Teresa. Sie arbeitet Nachts. Eines Tages als Pedro abends Nachhause kommt, merkt er das sie nicht auf der Matratze geschlafen hat. Das bedeutet, dass Teresa nicht heimgekommen ist.

 Pedro weiß sofort, dass ihr etwas zugestoßen ist. Er weiß auch, dass er abhauen muss. Teresa wurde von Manu Diabolo und dem General umgebracht. Sie hatte einer amerikanischen Journalistin von der Bettelorganisation von Manu Diabolo erzählt. In ihren Zeitungsartikel behauptete die Journalistin Beweise für die Praktiken von Manu Diabolo zu haben.

 Pedro versteckt sich mit Juanita bei der Bande eines Freundes. Eines Tages stürzt Felipe, ein Bandenmitglied, von der Treppe. Als Pedro Hilfe holen will, gerät er in die Hände der Spitzel von Manu Diabolo.

 

 


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Pedro versteckt sich mit Juanita bei der Bande eines Freundes. Eines Tages stürzt Felipe, ein Bandenmitglied, von der Treppe. Als Pedro Hilfe holen will, gerät er in die Hände der Spitzel von Manu Diabolo.

 

 

 


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Der schlimmste Tag

 

Pedro       steht in der Ecke

General     sitzt auf dem Stuhl

Manu D.    steht mit dem Stock

Juanita     sitzt auf dem Tisch

 

General: Setz das Gör auf den Tisch und stell dich da hin.

Der General zeigt in die Ecke.

 

Manu D.: Wo hab ihr euch versteckt, in den letzten Tagen. - Wo?

Schreit Pedro an!

 

Pedro: Draußen- in der Poppa- im Wald.

Sagt Pedro stotternd.

 

General: Wir haben ihn in der nähe der Polizeikaserne aufgegriffen.

 

Manu D.: Warum zum Teufel bist du überhaupt in die Stadt gekommen?

Manu D. fragt nachdenklich.

 

Pedro: Ich- wir... hatten Hunger. Wie fanden nichts zu Essen da draußen.

Sagt er stotternd.

 

Manu D.: Wo habt ihr Teresas persönliches Eigentum versteckt?

Fragt er streng.

 

Pedro: Persönliches- was?

 

Manu D.: Das was ihr gehört.

 

Pedro: Ich weiß nicht. Das hat sie immer alles in der Handtasche mitgenommen.

Sagt er ängstlich.

 

Manu D.: Die Handtasche haben wir. Wir suchen etwas anderes. Unterlagen, irgend welche Beweismaterialien, Fotos, Schriftstücke.

Sagt er zornig.

 

Pedro: Ich weiß nichts.

Sagte er nachdenklich.

 

Manu D: Dann überleg es dir noch einmal.

Er holt mit seinem Stock aus und schlägt Juanita.

 

Juanita: AAAH

Juanita schaut das Bein an.

 

Manu D.: Ich frage dich noch einmal. Und deine Schwester hat noch ein Bein. Überleg dir also gut was dir die Sache wert ist. Wo ist der Kram der Teresa gehört?

Schreit er laut.

  

Pedro: Sie hatte doch gar nichts, wirklich nichts! In ihrer Handtasche hatte sie ein Foto von ihrem Bruder und einen Brief von ihrem Onkel. Und ihre Versicherungskarte. Und ein Taschentuch, ein weißes mit Spitzen drum herum. Und einen Lippenstift. Manchmal nahm sie ihren Kamm mit, aber den lies sie meistens Zuhause. Sie hatte einen Unterrock und eine Büchse mit Plastikblumen. Und vier Wäscheklammern. Das ist alles. Ich habe nichts genommen. Ehrenwort!

Sagt er stotternd.

 

Manu D.: Du mieser Lügner! Warum erzählt sie dann dieser amerikanischen Hexe, sie hat für alles Beweise?! Ihr steckt doch unter einer Decke, dieses Drecksstück und du! Ich werde es dir gleich zeigen!

Er wollte mit seinem Stock zuschlagen.

 

Pedro wirft sich über Juanitas Beine.

Pedro: Es ist wahr, es ist wahr - sie hat nichts! Ich hätte es bestimmt gewusst!

 

General: Schon möglich, was er sagt. Sie wäre wohl nicht so dumm gewesen irgendwelche Beweisstücke in ihrem Zimmer zu verstecken. Ich glaube sowieso, dass es entweder geblufft oder die Amerikanerin sich die Aussage über vorhandene Beweise erfunden hat.

Sagt er entschlossen.

  

Manu D.: Verdammte Schweinerei! Du weißt, wie ich zu der Sache stehe. Wenn es Stunk gibt, kannst du nicht auf mich zählen. Dass habe ich dir von Anfang an gesagt. Ich lass dich fallen, wie eine heiße Kartoffel, wenn etwas durchsickert. Dann bist du dran, vergiss es nicht! Die haben ein Messer mit deinen Fingerabdrücken drauf, nicht mit meinen. Und du stehst ab morgen wieder an deinem Platz! Verstanden?

Sagt Manu D. ernst zum General und zu Pedro sehr streng und laut.

 

General: Das wird dir eine Lehre sein!

Sagt er mit ernstem Gesicht.

 

Pedro weint und streichelt Juanita.

 

Juanita: Das Bein ist wieder ganz kaputt!

Sie streichelt Pedro am Kopf.

 

Pedro und Juanita verlassen das Zimmer.

 

 

 

 


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Zusammenfassung Kapitel 7-14

Von Daniela Potocki

 

Der nächste Tag begann regnerisch. Als Pedro an seinen Bettlerplatz kam, legte er Juanita auf den Boden. Er ging zu Pepe, einem alten Mann der Eis verkaufte. Er erzählte ihm, dass es Juanita sehr schlecht ging. Pepe wollte sich Juanita ansehen. Er meinte sie müsste sofort ins Krankenhaus. Aber Pedro wusste nicht wie.

Als er etwas später mit Juanita zum Krankenhaus kam, sah er einen Bus mit Flüchtlingen. Er mischte  sich unter die Flüchtlinge. Als eine Krankenschwester ihn sah, riss sie ihm Juanita aus den Armen. Die Schwester rief einen Doktor. Der Doktor beschloss Juanitas Bein zu amputieren. Nach der Operation kam ein Arzt namens Dr. Mendoza zu Pedro und wollte wissen, wie er hergekommen ist. Dr. Mendoza meinte, Pedro und Juanita seien nicht mit den Flüchtlingen gekommen, weil der Bruch an Juanitas Bein noch keine 48 Stunden her ist, sondern vor höchstens 12 Stunden passiert sein musste. Außerdem war das Bein zwei mal gebrochen.

Pedro und der Doktor haben über alles gesprochen, sogar über die Hintergründe von Teresas Tod. Dann fragte Dr. Mendoza, ob er Pedro mit zu sich nach Hause nehmen darf.

Pedro war einverstanden. Als sie bei Dr. Mendoza waren, sah Pedro eine schicke Frau namens Cata. Das war Dr. Mendozas Frau. Sie hatten noch eine Tochter namens Inez.

Beim Abendessen sagte Dr. Mendoza zu Pedro, er könne ihn Rod nennen. Dann machte Rod den Fernseher an. Da ist ja Manu Diablo und der General. Sie wurden von der Polizei gefasst.

Am nächsten Tag ging Rod zum Chefarzt und sprach mit Ihm über Pedro. Der Chefarzt empfahl Rod den Staatsanwalt anzurufen, damit Pedro vor Gericht aussagen könne. Ein paar Tage später kam der Staatsanwalt und redete mit Pedro über alles. Pedro entschied sich als Zeuge auszusagen. Dann gingen sie in den Palast, in welchem der Prozess stattfand. Dort war ein riesiges Gedränge. Pedro und Rod gingen zum Hintereingang hinein. Sie gingen in den Zeugenraum. Nach ungefähr einer Stunde ging Pedro mit einem Polizeibeamten in den Saal.

 

 

 


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Szene 2: Bei Gericht

 

Manu Diabolo und der General sitzen ihnen gegenüber.

Der Richter sitzt vor ihnen.

Pedro wartet vor der Tür.

 Richter: Der nächste Zeuge bitte

Pedro kommt langsam herein und schaut sich ängstlich um.

Richter: Nenne mir bitte deinen Namen

Pedro: Ich heiße Pedro!

Richter: Pedro, kennst du einen der Angeklagten?

Pedro nicht.

Richter: Darf ich dich bitten laut mit ja oder nein zu antworten.

Pedro (laut): Ja

Richter: Kannst du mir ihre Namen nennen?

Pedro: Der eine heißt Mauel de los Diabolos, der andere....

Richter: Wie heißt der andere?

Pedro: ...Ich weiß nicht wie er heißt. Man nennt ihn den General.

Richter: Zur Sicherheit muss ich dich bitten den Angeklagten, den du als General kennst mit der Hand zu berühren. Würdest du das bitte tun?

Pedro läuft langsam und ängstlich hinüber und berührt den General leicht am Oberarm.

Richter: Danke. Du kannst wieder herüberkommen.

Der Richter notiert sich etwas.

Richter: Stimmt es, dass du eine Schwester hast?

Pedro: Ja, sie heißt Juanita.

Richter: Deine Schwester Juanita ist sechs Jahre alt und liegt gerade im städtischen Krankenhaus. Ist das so richtig?

Pedro: Ja, das ist richtig.

Richter: Und es ist auch wahr, dass Juanita von den Angeklagten mehrmals misshandelt wurde und dass ihr beide Beine gebrochen wurden?

Pedro: Nein – es waren nicht beide Angeklagten. Es war nur Manuel de los Diabolos.

Manu Diabolo springt auf.

Manu Diabolo (brüllt): Das ist nicht wahr! Diesen Bengel habe ich in meinem Leben noch nie gesehen. Der General hat Teresa umgebracht. Ich mit all dem nichts zu tun! (Pause) Wenn der General auch noch irgend etwas mit seiner Schwester gemacht hat – ich habe damit nichts zu tun!

Manu Diabolo setzt sich wieder hin.

General springt auf.

General (schreit): Jetzt reicht es mir aber! Du hinterhältiger Teufel! Gut ich habe bereits zugegeben, dass ich Teresa erstochen habe, aber du hast es mir befohlen! Aber du kommst nicht ungeschoren davon: Ich war vor zwei Wochen dabei, als du der Kleinen das Bein zertrümmert hast. Ich war Zeuge!

Richter (ruhig): Also Pedro, bleibst du dabei, dass Manuel de los Diabolos deiner Schwester die Beine gebrochen hat? Wann zum letzten Mal?

Pedro (rechnet mit seinen Fingern): Sechzehn. Vor sechzehn Tagen. Es war ein Dienstag, nein Montag. Am Dienstag wurde ihr das Bein weggenommen. Siebzehn Tage ist es her!

Richter: An jenem Abend, als die Geschichte mit Juanita passierte – du erinnerst dich? – wurde da von einem der Beteiligten etwas über Teresa gesprochen.

Pedro denkt nach.

Pedro: Ich glaube, Teresas Name wurde nicht ausgesprochen. Manu Diabolo sagte zum General, dass er nicht auf ihn zählen könnte, er solle nicht vergessen, dass es ein Messer mit den Fingerabdrücken des Generals gebe, nicht mit seinen.

General springt auf.

General: Genau, genau! Da habt ihr’s! Der Kerl hat mich erpresst, ihr hört es ja nun selbst!

Richter (streng): Seien Sie still Herr Angeklagter und setzen sie sich.

General setzt sich wieder.

Richter: Pedro, es ist ganz wichtig, dass du in allem nur die Wahrheit gesagt hast! Sonst werden die Angeklagten vielleicht noch für etwas verurteilt, was sie gar nicht getan haben.

Pedro (nickt): Ja, ich habe die Wahrheit und nichts als die Wahrheit gesagt.

Richter: Dann bist du jetzt mit deiner Aussage fertig. Du kannst dich setzen oder den Saal verlassen.

Pedro verlässt den Raum.

 

 

 


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Zusammenfassung Ende des Buches

Von Daniela Potocki

 

Danach kam Rod in den Saal und erklärte 20 Minuten lang, was mit Juanita geschehen ist.

Daraufhin wurde es so unruhig im Gerichtssaal, dass der Richter die Verhandlung abbrechen musste.

Pedro wollte gleich zu seinen Freunden, um ihnen zu erzählen, was geschehen war. Rod erlaubte es ihm. Pedro rannte so schnell er konnte. Als er angekommen war, erzählte er alles.

Dann ging Pedro zu einer Konditorei und kaufte eine Torte. Plötzlich sagte eine Frau :"das ist der Hauptzeuge von heute Morgen. Alle Leute standen um ihn herum. Pedro versuchte aus dem Gedränge rauszukommen. Das gelang ihm auch.

Als Pedro wieder kam machte sich Antonio breit und wollte schlafen. Aber Pedro stupste ihn. Antonio stand auf  und sah die große Torte vor sich stehen. Sie fingen an zu essen. Nach dem essen warteten alle auf Rod. Sie warteten eine Stunde und Pedro fragte sich, ob Rod sein Versprechen vergessen hat. Dann hörten sie das Auto von Rod. Alle liefen auf die Straße. Pedro sah, dass Rods Auto voll mit Kisten war. „Was ist das?“, fragte Pedro. „Das sind viele Sachen zum Reparieren.“, antworte Rod.

„Und, wie ist das Gerichtsverfahren ausgegangen?“, fragte Pedro ungeduldig. „Die beiden haben lebenslänglich bekommen!“, meinte Rod grinsend.

 

Ende

 

 


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